Unternehmer-Avatar: Wenn das Lebenswerk als KI fortlebt
Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,
in der M&A REVIEW ist am 11. Juni 2026 mein Beitrag "Unternehmer-Avatar: Wenn das Lebenswerk als KI fortlebt" erschienen. Er geht einer Frage nach, die mir in Nachfolgegesprächen immer häufiger begegnet: Was passiert mit dem, was ein Unternehmer über Jahrzehnte aufgebaut hat, wenn er das Unternehmen verlässt?
Der Ausgangspunkt ist ein bekanntes Problem im Mittelstand. Bei inhabergeführten Unternehmen hängt ein erheblicher Teil des Wertes an der Person des Gründers: Kundenbeziehungen, das Gespür für Entscheidungen, die Kultur im Haus. Genau dieser Teil ist im Verkaufsprozess am schwersten zu übertragen, und genau er wird im Kaufpreis am stärksten abgewertet.
Die neue Entwicklung: Multimodale KI-Modelle können heute Sprache, Entscheidungslogiken und Kommunikationsmuster analysieren und reproduzieren. Aus historischen Entscheidungen, Verhandlungen und Korrespondenz ließe sich ein digitales Abbild des unternehmerischen Stils formen. Denkbare Anwendungen wären die Sicherung von Erfahrungswissen, die Begleitung des Nachfolgers nach der Übergabe und die strategische Beratung im Sinne des Gründers.
Ich benenne im Beitrag aber ebenso deutlich die offenen Fragen. Persönlichkeitsrechte, Haftung und Datenhoheit sind ungeklärt. Und die kulturelle Frage bleibt: Lassen sich Vertrauen und unternehmerische Intuition überhaupt digital abbilden, oder ist genau das der Teil, der an eine Person gebunden bleibt?
Für den M&A-Markt ist die Perspektive gleichwohl bemerkenswert. Gelingt es, das Wissen des Gründers übertragbar zu machen, werden gerade jene Unternehmen besser verkäuflich, die heute wegen ihrer Gründerabhängigkeit Abschläge hinnehmen müssen.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der M&A REVIEW.
Dieser Beitrag ist zuerst erschienen in M&A REVIEW.
Vollständigen Artikel lesenVerfasst von Mathias Westerbarkei | Westfälische Corporate Finance GmbH
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